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picasso
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Erstellt am - 28/05/2006 : 19:11:54
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Ich wurde gebeten,einen Aufruf zu machen. Opfer von GM der Gruppe M-28 können sich hier oder bei rolf.sommer@bluewin.ch melden. Den ganzen Bericht erhält man ebenfalls von Rolf Sommer.
„Muss denn wirklich erst jemand sterben, bevor man eingreift?!?“, fragt sich die Mutter eines früheren Opfers von M-28, das knapp überlebt hat.
M-28 ist eine Hausgemeindegründungsbewegung, die in einem religiös-gesetzlichen Übereifer Menschen psychisch unter massiven Druck setzt. Zum Teil ist es sogar zu Gewaltandrohungen, körperlichen Übergriffen mit Misshandlungen gekommen (Schlagen und Würgen bis zur Todesangst). Viele der Opfer wurden dämonisiert (als von Dämonen besessen bezeichnet) und es wurden Exorzismen an ihnen durchgeführt (Dämonen- und Teufelsaustreibung), deren Spätfolgen zu einer psychiatrischen Einweisung führten. Mindestens vier Ehen sind mir bekannt, die durch diese religiösen Übergriffe zerrüttet wurden (Paare leben getrennt; bei drei Paaren hat man den einen Teil aus der Gemeinschaft von M-28 ausgestossen und verteufelt, der andere Partner ist weiterhin Mitglied). Zahlreiche Opfer wurden mit Schuldgefühlen überhäuft (sie sind allein am Gemeindeausschluss schuld), in der Öffentlichkeit gedemütigt, verleumdet, gebrandmarkt und bewusst gemieden. Angehörigen, die ebenfalls in der Bewegung M-28 Mitglieder sind, wurde der Kontakt zu „Ausgestossenen“ verboten. In einem Fall wurde durch den Hauptleiter von M-28, Florian Bärtsch, einer Gruppierung von M-28 aus Schwyz verboten, mit einer ausgeschlossenen Person im selben Zug nach Basel zu fahren. In einem weiteren Fall schrieb der Hauptleiter Florian Bärtsch sogar einen Brief an den Arbeitgeber der ausgeschlossenen Person, mit der Empfehlung, ihr die Arbeitsstelle zu künden und sie aus allen kirchlichen Ämtern auszuschliessen. Zudem wurde die Person innerhalb und ausserhalb der Gruppierung von M-28 massiv verleumdet und die aktivern Mitglieder gegen sie aufgehetzt.
Durch hierarchische Strukturen wird durch die hauptverantwortlichen Leiter massiver psychischer und physischer Druck auf die Mitglieder ausgeübt. Diese müssen sich, um Vollmitglied zu sein mit einer Bundesverpflichtung schriftlich zu Gehorsam, Mitarbeit und finanziellen Zahlungen gegenüber M-28 verpflichten. Dieser Bund wird sogar über den Ehebund zwischen zwei Menschen gestellt. „Bundesbrüchige“ (Verstoss gegen Bundesregeln) werden zuerst ermahnt und im Wiederholungsfall öffentlich blossgestellt, gebrandmarkt und sofern keine „Besserung“ eintritt, ausgeschlossen. Diese „Sündenbockpraxis“ führte in vielen Fällen zu massiven psychischen Problemen mit nachfolgender Einweisung in eine psychiatrische Klinik oder nötiger ärztlicher, therapeutischer und seelsorgerlichen Betreuung. Bei einigen Fällen treten massive Selbstmordgedanken zu Tage und in einem Fall kam es sogar zu einem vollzogenen Selbstmordversuch. Darin wird deutlich, dass in der hauptverantwortlichen Leitung von M-28 Machtmenschen agieren, die ohne Rücksicht auf Verluste Menschen für ihre Zwecke missbrauchen. Familien werden massiv unter Druck gesetzt. Ehepaaren mit Kleinkindern wird befohlen, Weiterbildungen sowie alle internen Veranstaltungen ohne Rücksicht auf die Kinder gemeinsam zu besuchen. Je nach Mitgliederstatus werden beide Elternteile verpflichtet 4-6 Abende in die Mitarbeit bei M-28 zu investieren. In einem Fall, in dem die Kinder durch diese massive Beanspruchung der Eltern Verhaltensauffälligkeiten zeigten, wurden die Eltern von einem Ehepaar des Kernleitungsteams angewiesen, ihre Kleinkinder durch Schläge körperlich zu züchtigen, damit sie ruhig sind und sich angepasst verhalten..
Die wenigsten der hauptverantwortlichen Leiter besitzen eine seelsorgerliche und/oder psychologische oder theologische Ausbildung, arbeiten willkürlich, laienhaft und verletzen grundlegendste seelsorgerliche Prinzipien. Die Würde und Eigenverantwortung des einzelnen Menschen wird völlig missachtet. Ihnen scheint nicht bekannt zu sein, dass solch gewaltsame Übergriffe letztlich den Kindern am meisten schaden. Durch die zerrütteten Ehen wurden Kinder von ihren Vätern oder Müttern getrennt. Die psychische Schädigung die dabei entsteht ist kaum abschätzbar. Mehrere Personen brachen dabei unter dem geistlichen und Macht-Missbrauch zusammen. Es kam zu Nervenzusammenbrüchen, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitsstellenverlust sowie Selbstmordversuchen. Viele mussten ärztliche, therapeutische und seelsorgerliche Hilfe in Anspruch nehmen, einige Personen mussten sogar in psychiatrische Kliniken eingeliefert werden.
Insgesamt handelt es sich mittlerweile um eine Opfergruppe von rund 30 Personen. Dies bei einer Mitgliederzahl von etwa 90 Personen! Die fundamentalistische Gruppe M-28 ist einem radikalen Schwarz-Weiss-Denken verhaftet: Alle werden entweder in Freund oder Feind eingeteilt, es gibt nur Gute oder Böse, d.h. die Mitglieder der Sekte und die anderen. Alle anderen haben einen falschen, dämonischen Geist und stehen unter dem Einfluss des Teufels. Kaum erschienen letztes Jahr die ersten kritischen Artikel, hat die Sekte sofort ihre Webseiten (www.m-28.ch und www.gg-live.ch) mit ihren radikalen Ideen, Namen und Ortsgruppen vom Netz genommen bzw. gesperrt. (GG-live ist inzwischen wieder aufgeschaltet.) Diejenige eines weiteren Arbeitszweigs der Sekte, SGL (Studien zum geistlichen Leben), ist momentan noch aktiv (www.sgl-schweiz.ch und www.sgl-international.ch). Dort ist auch der bisherige Hauptleiter, Florian Bärtsch, in einem Videoausschnitt zu sehen, ebenso das neue Hauptleiterehepaar Philippe & Margrit Schlatter, das über keine theologische Ausbildung verfügt. Leiter der radikalen Gruppierung sind in versch. anderen Arbeitszweigen tätig, um sich, ihre Arbeit in M-28 zu finanzieren und neue Mitglieder zu werben, so z.B. profimusic (www.profimusic.ch) und profibooks, sowie das zugehörige Ladenlokal art41 in Ruswil LU.
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Edited by - picasso on 16/05/2007 06:28:40 |
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